#161 Gestaltung von Anfangssituationen - Yvo Wüest

Shownotes

Die meisten Trainer wissen, dass der Einstieg wichtig ist.
Und trotzdem gestalten die meisten ihn falsch.

Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil sie einfach wiederholen, was sie bei anderen “Vorbildern” gesehen haben.

In der neuen Solofolge von «Education Minds» zeige ich, was in den ersten 60 Minuten einer Lernveranstaltung wirklich passiert – und warum genau dort über den gesamten Lernprozess entschieden wird.

Du erfährst:

-Welche vier parallelen Prozesse in den Köpfen deiner Teilnehmenden ablaufen, bevor der erste Inhalt ankommt

-Welche konkreten Methoden ich im SVEB-Lehrgang und in Tagesseminaren zu «Didaktischer Reduktion» einsetze und warum sie funktionieren

-Was KI beim Thema Anfangssituationen gut kann und wo sie an eine klare Grenze stösst

Denn KI liefert vollständige Strukturen. Didaktische Reduktion liefert Relevanz.

Der Unterschied liegt im Urteil und das ist und bleibt menschlich.

Eine Frage für dich, bevor du reinhörst:
Wie sehen die ersten fünf Minuten deiner nächsten Lernveranstaltung aus – Satz für Satz?

🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich!

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Webseite: https://education-minds.com/ueber-mich/

Stehst du als Trainer, Ausbildende oder Coach vor der Aufgabe, Kernbotschaften aus umfangreichem Stoff herauszuarbeiten?

Dann unterstütze ich dich gerne dabei. Vereinbare gleich hier ein Kontaktgespräch: https://education-minds.com/

Transkript anzeigen

00:00:00: Vielleicht fragst du dich, Ibo.

00:00:02: Warum startest du nicht mit einer Vorstellungsrunde?

00:00:06: Vorstellungen sind Pflichtprogramme und nach meiner Erfahrung oft verschenkte Zeit.

00:00:12: Name, Funktion, Herkunft – das kennt jeder!

00:00:16: Ab der dritten oder vierten Person haben viele vergessen was die erste Person gesagt hat.

00:00:21: Spätestens in der ersten Pause erinnern sie sich nicht mehr daran.

00:00:31: didaktische Reduktion und Erwachsenenbildung.

00:00:35: Ich bin Niveau Hürst, Trainer- und Fachbuchautor und unterstütze Unternehmen in Situationen und Bildungsorganisationen ihre Arbeit im Bereich der Erwachsendenbildung zu professionalisieren!

00:00:47: In diesem Podcast spreche ich mit kompetenten Gästen über innovative Formen der Bildungsarbeit.

00:00:54: Du gewinnst wertvolle Hinweise und Inputs rund um das Thema didaktischer Reduktionen und Erwachsenebild.

00:01:00: Ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist.

00:01:05: Willkommen zu einer neuen Solo-Folge bei EducationMinds, die taktische Reduktion und erwachsenen Bildung.

00:01:11: Heute geht es um das Thema Gestaltung von Anfangssituationen.

00:01:17: Gemeins sind Anfangssituation in Trainings, Workshops und Weiterbildungen.

00:01:22: Ich habe diese Woche für einen Test einen Prompt im ChatchiPT eingegeben.

00:01:27: Der Prompt lautete Du bist ein erfahrener Trainer.

00:01:31: Wie startest du eine Lernveranstaltung?

00:01:34: Die Antwort kam in Sekunden, strukturiert vollständig sieben Punkte mit ein paar Unterpunkten.

00:01:42: Auf dem Bildschirmstand Begrüßung Agenda Lernziele Erwartungsabfrage Gruppenregeln Vorstellungsrunde Einstiegsübung Alles korrekt alles vollständigt und alles.

00:01:59: ich sage das jetzt bewusst alles potentiell völlig daneben Ich sag Völlig daneben, nicht weil die sieben Punkte nicht stimmen würden.

00:02:09: Mir geht es um die Reihenfolge, die nicht für eine Anfangssituation passen.

00:02:15: Weil die KI, die künstliche Intelligenz eben nicht wirklich intelligent ist und nicht weiß was in den Köpfen von beispielsweise zwölf Erwachsenen passiert wenn Sie morgens um halb neun in einem neuen fremden Seminar raubkommen!

00:02:30: Um diese Herausforderung gibt's in der heutigen Episode.

00:02:34: Es geht um Anfangssituationen, es geht um das was wirklich passiert bevor der erste Inhalt oben im Gehirn ankommt.

00:02:44: Und es geht auch um die Frage Was können didaktische Reduktion und Micro-Learning für die Gestaltung von Anfangssituationen lehren?

00:02:53: Am Ende dieser Folge wirst du drei Dinge mitnehmen.

00:02:56: Erstens Ein Verständnis davon was in Anfangssituationen wirklich passiert.

00:03:02: Zweitens Konkrete Methoden aus meiner Praxis, Aus meinen Trainings zu verschiedenen Themen der wachsenden Bildung.

00:03:09: Aus meine Erfahrung aus der Leitung von ZMEP-Lehrgängen.

00:03:13: Aus meiner internationalen Trainertätigkeit.

00:03:16: Drittens eine klare Antwort darauf warum KI beim Thema Anfangssituationen durchaus ein nützliches Werkzeug sein kann aber eben kein Ersatz für die taktisches Denken.

00:03:28: Bleibt dabei!

00:03:30: Es geht nämlich um vier Prozesse die du nicht unbedingt siehst.

00:03:37: Ich war vor einigen Wochen in einem Weiterbildungsraum in Zürich, nicht als Trainer sondern als Experte und bezahlter Praxisbeobachter.

00:03:46: Der Trainer war sympathisch Er war erfahren er war gut vorbereitet.

00:03:53: Er startete pünktlich um acht Uhr.

00:03:55: dreißig hinter ihm auf der Leimwand sahen wir erste Folie.

00:04:00: ich beobachte die Gruppe ungefähr zwölf Personen.

00:04:05: Drei schauten noch kurz aufs Handy.

00:04:07: Zwei flüsteten miteinander.

00:04:10: Eine Frau schaute wiederhol zur Tür, der Trainer redete aber die Gruppe war noch nicht da.

00:04:19: was in diesem Kursraum in Zürich passierte hat einen Namen.

00:04:24: ich nenne es die doppelte Unsicherheit.

00:04:27: doppelt weil sie auf beiden Seiten existiert Aufseiten des Teilnehmenden und auf seiten des Tränens.

00:04:37: Bei den Teilnehmenden laufen in den ersten Minuten mindestens vier parallele Prozesse ab und keiner davon hat mit dem Thema der Schulung mit der Folie Nummer eins zu tun.

00:04:49: Dem Prozess eins nenne ich soziale Orientierung.

00:04:53: Wer sind die anderen hier?

00:04:56: Kenne ich jemanden?

00:04:58: Bin nicht die einzige, die Respekt vor dem Thema vor der Abschlussprüfung hat!

00:05:09: Was wird hier von mir erwartet?

00:05:12: Darf ich mich einbringen, auch wenn ich anderer Meinung bin.

00:05:15: Muss ich mich vor etwas fürchten?

00:05:19: Prozess drei – Selbstverordnung Passigiereien Bin ich auf dem richtigen Niveau?

00:05:27: werde ich mithalten können?

00:05:30: Und prozess vier Vielleicht der interessanteste oder wichtigste Prozess die Investitionsfrage Lohnt sich das hier?

00:05:40: Ist meine Zeit, meine Energie, mein Geld in diesem Raum, in diesem Lehrgang gut angelegt.

00:05:46: Diese vier Prozesse laufen nicht bewusst ab – sie laufen implizit, emotional, manchmal im Sekundenbruch teilen!

00:05:55: Sie laufen ob wir wollen oder nicht.

00:05:59: Wer zu früh mit Inhalten beginnt konkurriert mit diesen Prozessen und verliert jedes Mal.

00:06:07: Ich mache ja kurz eine Verbindung zur Cognitive Load Theory über die ich in einer früheren Solofolge schon mal ausführlich gesprochen habe.

00:06:15: John Sweller hat gezeigt, dass Arbeitsgedächtnis eine begrenzte Kapazität ist.

00:06:22: Wenn es in der Anfangsphase mit sozialer Orientierung beschäftigt ist, hat es keine freie Kapazitäten mehr für Lerninhalte.

00:06:30: Das ist nicht die Schuld oder das Versagen der Teilnehmenden – das ist Neurobiologie!

00:06:36: Und das ist auch der Grund warum die sieben Punkte aus dem Chatshipi-Tee prompt so gefährlich sind.

00:06:43: Begrüßung, Agenda, Lernziele Erwartungsabfrage Gruppenregeln Vorstellungsrunde Einstiegsübung.

00:06:53: Nicht weil diese Punkte falsch sind sondern weil sie alle gleichzeitig kommen Weil Sie die kognitive Belastung in genau dem Moment maximieren indem die Gruppe am wenigsten aufnahmefähig ist.

00:07:06: Micro-Learning kennt dieses Problem.

00:07:09: In der Konzeption von Kurzen Lerneinheiten von Micro-Learnings, egal ob Digital oder Präsenz ist die Anfangsphase des kritischste Element.

00:07:20: Nicht die Mitte nicht der Schluss!

00:07:22: Die ersten zwei Minuten entscheiden, ob jemand bleibt oder wecleckt und im Präsentseminar entscheiden die ersten zehn Minuten, ob jemals wirklich anwesend da ist oder nur sein Knochen gestellt und seine Muskelmasse hier im Raum.

00:07:38: Ich begleite seit Jahren Swap-Lehrgänge, Kurse die Detailnehmenden dazu bringen dass sie Einladende professionelle sprich lehrreiche Bildungsangebote planen durchführen und auswerten können.

00:07:52: Diese Lehrgänge dauern in der Regel etwas mehr als drei Monate laufen berufsbegleitend und bringen Menschen zusammen den ganz verschiedenen Feldern tätig sind.

00:08:02: Pflegefach Leute!

00:08:03: Medizinische Massage, beratende Logistiker, Handwerker, Personalentwicklerinnen.

00:08:09: Die erste Lerneinheit der Starttag – der erste Morgen im neuen Lehrgang ist immer ein dynamischer Moment!

00:08:17: Alle kommen mit anderen Vorannahmen.

00:08:20: Einige haben vielleicht länger nicht mehr als lernende und studierende an einem Kursteil genommen.

00:08:26: Einigen haben Respekt vor dem Niveau.

00:08:28: Andere kommen mit einer stillen Skepsis.

00:08:32: Lern ich hier wirklich etwas?

00:08:34: bringt mich das weiter?

00:08:36: In über-fünfundzwanzig Jahren Training, nach über zweihundert Praxisbeobachtungen habe ich gelernt wer seinen Starttag, wer seinen Kursraum mit einer Folie Lernzielemodul eins eröffnet verliert die Gruppe in den ersten drei Minuten.

00:08:53: Nicht weil die Lernziele unwichtig wären sondern weil sie zum falschen Zeitpunkt kommen.

00:08:59: was ich stattdessen mache?

00:09:02: Ich bitte alle wenn Sie sich hingesetzt haben eine, zwei oder drei der grünen Karten zu nehmen die bereits vor ihnen liegen zusammen mit einem Stift und den Stichworten aufzuschreiben.

00:09:14: Was bringe ich für diesen Lehrgang bereits mit?

00:09:18: Während die Teilnehmenden ihre Karten beschriften verteile ich eine zweite Serie von Karten die oft in gelber Farbe sind Und gebe dir Aufforderung nutzt jetzt die gelben Karten und schreibt darauf was fehlt mir noch?

00:09:34: Was will ich von hier mitnehmen?

00:09:37: Keine Vorstellungsrunde, kein Name, keine Erklärung.

00:09:42: Nur diese zwei Fragen – was bringe ich

00:09:45: mit?!

00:09:46: Was will Ich lernen?

00:09:49: Was passiert in diesem Moment?

00:09:51: Die Teilnehmenden beginnen zu denken!

00:09:54: Aber über sich nicht über mich.

00:09:58: Sie werden aktiv ohne sich exponieren zu müssen und ich bekomme in wenigen Minuten einen echten Überblick über den Lernstand der Gruppe.

00:10:08: Diese grünen und gelben Karten werden im Verlauf des ersten Tages zum Dreh-und Angelpunkt.

00:10:13: Wir sammeln sie auf einer Pinwand, wir klastern sie in Gruppen die zusammengehören!

00:10:19: Die Karten werden zur emergenten Lernagenda.

00:10:23: Das ist Fokus, das ist Aktivierung – das ist eine gestaltete Anfangssituation, die nahe bei den Teilnehmenden beginnt.

00:10:33: Ich starte nicht mit meiner Agenda sondern mit der Wirklichkeit der Gruppe.

00:10:39: Vielleicht fragst du dich, Ibo.

00:10:41: Warum startest du nicht mit einer Vorstellungsrunde?

00:10:45: Vorstellungen sind Pflichtprogramme und nach meiner Erfahrung oft verschenkte Zeit.

00:10:51: Name, Funktion, Herkunft – das kennt jeder!

00:10:54: Ab der dritten oder vierten Person haben viele vergessen was die erste Person gesagt hat.

00:10:59: Spätestens in der ersten Pause erinnern sie sich nicht mehr daran.

00:11:04: In meinen Trainings mache ich es meistens anders.

00:11:07: Ich bitte die Teilnehmenden sich in zweier Paaren zu unterhalten, drei Minuten und dabei drei Fragen zu klären.

00:11:15: Woher bist du heute angereist?

00:11:17: Was verbindet dich mit dem Thema Erwachsenenbildung?

00:11:21: Und was bedeutet im Moment noch eine Herausforderung für dich?

00:11:26: Dann kommen Sie einzeln kurz nach vorne und stellen nicht sich selbst vor sondern Ihre Gesprächspartnerin Ihren Gesprächspartnern.

00:11:35: Wir sagen dem indirekte Vorstellung!

00:11:38: Das verändert die Dynamik sofort.

00:11:41: Aus einer sozialen Pflichtübung wird echter Austausch!

00:11:45: Die Gruppe erfährt voneinander das, was für den gemeinsamen Lernprozess relevant ist – nicht Job-, Titel- und Abteilungsname.

00:11:54: Und noch etwas passiert dabei, dass ich schätze... ...die teilnehmenden hören einander zu….

00:11:59: …nicht mir.

00:12:00: Das ist ein feiner aber wichtiger Unterschied.

00:12:05: Dann kommt bei mir eine Phase.

00:12:07: Die nenne ich Orientierung in drei Sätzen.

00:12:11: Wenn ich nach den Kennenlernen zum Ablauf komme, mache ich es kurz mit drei Setzen.

00:12:16: Was wir heute vorhaben Wo wir am Ende dieses Tages stehen werden und was sich von euch brauchen Das ist alles!

00:12:26: Die visualisierte Agenda hängt im Raum und bleibt sichtbar.

00:12:30: Kein Flipchart oder Folie mit zwölf Lernzielen keine Instruktionen über die Pausenzeiten.

00:12:36: das kommt alles noch aber nicht jetzt.

00:12:39: Wer jetzt mehr sagt, übertreibt die kognitive Belastung und macht die Teilnehmenden unsicherer nicht sicher.

00:12:47: Weniger ist hier mehr!

00:12:51: Ich führe regelmäßig Tagesseminare zum Thema didaktische Reduktion durch – für Trainer, Ausbilderinnen für Dorzierende Menschen, die von Berufswegen gelernt haben, Inhalte zu vermitteln Die kommen mit Vorerfahrungen, die kommen mit einer stillen Erwartung an mich als Trainer.

00:13:09: Was ich in der Anfangsphase dieses Tagesseminars mache, ist eine kleine Provokation.

00:13:15: Ich stelle zu Beginn oft eine einzige Frage und bitte darum sie schriftlich auf der Rückseite von einem Blankkobierteller aus Weißenkarton zu beantworten.

00:13:28: Stell dir vor du hast für ein Thema das dir sehr wichtig ist?

00:13:32: Nicht mehr drei Tage!

00:13:34: Du hast nicht mehr einen Tag.

00:13:36: Du hast plötzlich nur noch fünf Minuten zur Verfügung.

00:13:40: Was lässt du weg?

00:13:42: Was streichst Du und warum?

00:13:45: Notiere auf dem Bier Teller, was übrig bleibt in einem zwei oder maximal drei Stichworten.

00:13:54: Diese Frage ist kein Warmlaufen.

00:13:57: diese Frage ist keine sanfte Einstimmung.

00:14:00: Diese fragt der erste Lernmoment denn sie bringt sofort ans Licht was Reduktion wirklich bedeutet keine Vereinfachung um jeden Preis, sondern eine bewusste Entscheidung und die Fähigkeit sie zu begründen.

00:14:17: Die Antworten der Teilnehmenden sind meistens überraschend.

00:14:20: Viele Teilnehende merken in diesem Moment dass Sie zwar wissen was sie sagen wollen aber noch nie systematisch darüber nachgedacht haben was sie weglassen könnten.

00:14:31: das ist ein extrem effektiver Einstieg nicht weil er besonders aufwendig wäre sondern weil er genau das tut, was eine gute Anfangssituation leisten soll.

00:14:42: Er aktiviert Denken.

00:14:44: Er knüpft am Vorwissen an.

00:14:47: Er verbindet den Einstieg direkt mit dem Kernthema des Tages die taktische Reduktion in der Erwachsenenbildung und – das ist wichtig!

00:14:56: – ersetzt das Thema gleich in Aktion.

00:15:00: Ich erkläre nicht, was die takttische Reduction ist.

00:15:03: Ich komme nochmal zurück zum Brompt vom Anfang dieser Podcast-Episode.

00:15:13: Sieben Punkte vollständig, korrekt und trotzdem unvollständig!

00:15:36: selber regelmäßig für Recherche, für Strukturierungsarbeit als kritischer Party für meine Gedanken auch für das Generieren von Einstiegsfragen.

00:15:46: Und ich habe dabei eine klare Beobachtung gemacht.

00:15:49: KI ist ausgezeichnet darin, Strukturen zu liefern – Muster zu detektieren auf Schwachpunkte hinzuweisen!

00:15:57: Aber KI ist schlecht darin zu entscheiden was jetzt in diesem Moment mit dieser Gruppe weggelassen werden sollte.

00:16:05: Das ist kein Fehler vom KI.

00:16:07: Dafür ist KI nicht gebaut, denn KI-Systeme tendieren zur Vollständigkeit.

00:16:14: Die taktische Reduktion ist die Antwort eines Menschen, eines Bildungsexperten der die Situation kennt, die Gruppe liest und klug entscheidet.

00:16:26: Ich nutze KI in der Vorbereitung von Anfangssituationen inzwischen auf eine ganz spezifische Weise.

00:16:33: Ich lasse die KI Einstiegsfragen generieren und wähle dann bewusst eine aus.

00:16:39: Nicht sieben, eine!

00:16:42: Die Frage, die am stärksten zum Thema und zur Gruppe passt.

00:16:47: Ich lasSE die KI möglich Erwartungen einer bestimmten Zielgruppe formulieren – und nutze das als Vorbereitung als Gedankenstütze für meine Arbeit nicht als Kript.

00:16:58: Und ich lasSE DIE KI typische Unsicherheiten in einer Anfangssituation beschreiben um mich zu erinnern, was ich sonst vielleicht übersehe.

00:17:08: Das ist die richtige Nutzung von KI in der Bildungsarbeit als Denkpartner, als Strukturhilfe und als Generator von Optionen – nicht das Entscheider darüber, was in einem Seminarraum mit echten Menschen jetzt gerade richtig ist!

00:17:24: Die KI tendiert zur überbordener Vollständigkeit.

00:17:29: Die taktische Reduktion liefert Relevanz.

00:17:33: Es braucht immer der Human in the Loop, eine menschliche Korrekturschleife die alles kritisch überwacht und die letzte Entscheidung fällt.

00:17:43: Das ist auch der Grund warum Micro-Learning Konzepte die ausschließlich mit KI generierten Einstiegsequenzen arbeiten oft einen bestimmten Mangel haben.

00:17:52: Sie sind technisch korrekt aber sie treffen nicht – sie berühren nicht!

00:17:57: Weil Treffen oder Berühren etwas voraussetzt das KI nicht hat?

00:18:03: Unsicherheit in einem Raum zu spüren und darauf zu reagieren.

00:18:10: Lass mich mal an dieser Stelle, so wie immer in dieser Podcast-Reihe Education Minds zusammenfassen was wir heute mitnehmen können.

00:18:20: Erstens eine Anfangssituation ist kein organisatorischer Auftakt.

00:18:26: sie ist ein Aushandelungsprozess indem soziale Orientierung Rollentklärung und Selbstpositionierung parallel ablaufen bevor der erste Inhalt ankommen kann.

00:18:38: Wer das ignoriert und zu früh mit Inhalten beginnt, verliert die Gruppe nicht wegen mangelnder Vorbereitung weil zu viel ist und die Grupe überfordert.

00:18:50: Zweitens Die taktische Reduktion beginnt nicht erst in der Mitte des Angebots Sie beginnt beim ersten Satz.

00:18:58: Eine gute Anfangssituation erhält nur das was jetzt gebraucht wird eine aktivierende Frage Ein Funktionales kennenlernen, Orientierungen dreisetzen.

00:19:09: Alles andere kommt später.

00:19:11: Wer das weglässt zeigt nicht weniger Kompetenz – er versteht dass weniger oft mehr ist!

00:19:19: Drittens Kai is dann wertvolles Werkzeug für die Vorbereitung von Anfangssituationen aber sie liefert oft viel zuviel.

00:19:26: eben Vollständigkeit und keine Relevanz.

00:19:30: Relevanz entsteht, wenn jemand mit didaktischem Urteil entscheidet was von allen möglichen jetzt und hier das Richtige ist.

00:19:38: Das ist Arbeit die uns kein prompt übernimmt!

00:19:45: Und jetzt du?

00:19:47: Bevor Du weiter machst eine einzige Frage zum Weiterdenken nicht sieben.

00:19:52: Eine Frage Wie sehen die ersten fünf Minuten Deiner nächsten Lernveranstaltung konkret aus?

00:19:59: Punkt für Punkt Satz für Satz Schalt mir deine Antwort auf LinkedIn.

00:20:06: Ich lese alle Nachrichten selber und ich antworte darauf!

00:20:11: Bevor ich mich heute verabschiede, zum Thema Gestaltung von Anfangssituationen ist kürzlich ein ausführlicher Blockartikel auf der Webseite von Education Minds erschienen mit einer bewährten Zeitstruktur für die Anfangsphase Praxis beispielen und eine Übersicht über die häufigsten Fehler und warum sie passieren.

00:20:32: Den Link findest du unten in den Show-Notes.

00:20:35: Schau dir dort auf den Hinweis zu meinem neuen Newsletter Bildung auf den Punkt an!

00:20:41: Wenn Du ihn noch nicht abonniert hast, dann abonniere ihn und erhalte einmal im Monat wichtige Impulse wie Du die taktische Reduktion Micro Learning & KI in der wachsenden Bildung in der Praxis umsetzen kannst.

00:20:55: Danke fürs Zuhören – bis bald hierauf diesem Kanal!

00:21:03: Dann freue ich mich über einen Like und eine positive Bewertung auf Apple und Spotify.

00:21:09: Mehr Informationen zu mir und meiner Arbeit findest du auch www.education-mines.com Und auf linken den!

00:21:20: Alle Links findest Du immer auch in den Show Notes.

00:21:24: Ich freue mich, Dich auch hier in der nächsten Episode wieder mit dabei zu haben.

00:21:29: Bis dann Dein Gastgeber Ibo Wüst.

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