#169 Lernökosysteme: The Future is analogue - Dr. Daniel C. Schmid
Shownotes
Ein Institut, 1978 von Dr. Fritz Haselbeck gegründet, bereitet seinen fünfzigsten Geburtstag vor. Auf seinen Bühnen standen Michael Porter, Philip Kotler und John Kotter. Seit Februar 2026 führt es ein Mann, dessen Leitsatz für ein Weiterbildungshaus im Zeitalter der KI trotzig klingt: «The Future is analogue!»
Dr. Daniel C. Schmid ist Wissenschaftler, Bildungsmanager und Jazzmusiker. Er hat Dave Brubeck bei Konzerten betreut und rund zehn Jahre mit Edgar Schein gearbeitet, einem der Begründer der Organisationspsychologie, den er seinen Mentor und Freund nennt. Er gehörte der Geschäftsleitung des SIB Schweizerisches Instituts für Betriebsökonomie an und leitete später die HWZ Academy.
Jetzt will er beim ZfU Zentrum für Unternehmungsführung ein neuartiges Lernökosystem aufbauen.
Nur meint er damit etwas anderes als die Branche. Keine Plattform, keine Modulbibliothek, kein Portal. Sondern die Qualität der Beziehungen zwischen Menschen, Teams und Organisationen.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie ein Haus, das jahrzehntelang vom Auftritt grosser Namen lebte, zu einem Ort dauerhafter Beziehungen wird. Um den Widerspruch, dass eine Business School genau jene Autorität verkauft, für die «Humble Leadership» die Grenzen benennt. Und um das alte Problem der Weiterbildung, den Weg vom Wissen zum Können.
Ein Gespräch über fünfzig Jahre Managementweiterbildung, über Improvisation als Lernmodell und über die Frage, was sich nicht kopieren lässt.
🎧🎧🎧 Am besten gleich reinhören.
Webseite Dr. Daniel C. Schmid: Speaker Biography - ¡The Future is analogue!
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/danielcschmid/
Webseite Zentrum für Unternehmensführung ZfU: Startseite
Du bist Trainer:in, Ausbildner:in oder Coach und willst Lerninhalte klarer und wirkungsvoller gestalten?
Dann unterstütze ich dich gerne dabei. Vereinbare gleich hier ein Kontaktgespräch: education-minds.ch/kontakt
Transkript anzeigen
00:00:00: Digital lässt sich heute fast alles kalieren.
00:00:02: Wissen, Inhalte, Präsentationen sogar stil!
00:00:06: Nicht kopierbar ist aber die konkrete Beziehung zwischen Menschen und einem bestimmten Moment – ein Blick eine Pause echt zuhören, Vertrauen oder die Bereitschaft eine Unsicherheit zur Zeit.
00:00:18: Das sind sogenannte Honest Signals, die sich nicht einfach reproduzieren
00:00:22: lassen.
00:00:25: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode meines Podcasts Education Minds didaktische Reduktion und Erwachsenenbildung.
00:00:33: Ich bin Niveau Höhe's, Trainer- und Fachbuchautor und unterstütze Unternehmen, Institutionen und Bildungsorganisationen ihre Arbeit im Bereich der Erwachsenenbildung zu professionalisieren!
00:00:46: In diesem Podcast spreche ich mit kompetenten Gästen über innovative Formen der Bildungsarbeit.
00:00:52: Du gewinnst wertvolle Hinweise und
00:00:54: Inputs rund um
00:00:55: das Thema didaktischer Reduktionen und Erwachsenebild.
00:00:59: Ich freue
00:00:59: mich, dass du heute
00:01:00: wieder mit dabei bist.
00:01:03: Willkommen zu einer neuen Folge von Education
00:01:06: Night – die dachtische Reduktion und der wachsenden Bildung!
00:01:09: Mein heutiger Gast führt ein Institut das in zwei Jahren fünfzig wird.
00:01:13: Das ZDFU Zentrum für Unternehmensführungen wurde e.g.
00:01:18: von Fritz Haselbeck gegründet und gehört seither zu den bekanntesten Adressen der Management-Weiterbildung im deutschsprachigen Raum.
00:01:28: John Cotter, sie alle standen dort auf der Bühne.
00:01:32: Seit Februar dieses Jahres führt Dr.
00:01:34: Daniel Zech mit dieses Haus.
00:01:36: Zuvor leitete die HWZ Academy – davor gehörte der Geschäftsleitung des S.I.B.
00:01:42: Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie an.
00:01:46: Seit über zwanzig Jahren arbeitete er an der Schnittstelle von Führung, Organisationsentwicklung und Kultur.
00:01:52: Sein Ansatz setzt weniger auf Werkzeuge und Modelle als auch Vertrauen auf die Qualität von Beziehungen und auf geteilten Sinn.
00:02:01: Aus einem LinkedIn-Profil steht ein Satz, der für einen Bildungsmanager im Jahr zwanzig sechsundzwanzig fast trotzig klingt The Future is Analogue.
00:02:11: Seine These dazu je digitaler wir werden desto wichtiger werden analoge Signale weil sie sich nicht kopieren lassen.
00:02:20: Daniel ist Wissenschaftler Manager & Jazz Musiker.
00:02:23: Er hat Dave Brubeck bei Konzerten betreut, mit dem Hitler-Biografen Ian Kershow gearbeitet und mit Edgar Schein – einem der begründerte Organisationspsychologie.
00:02:34: Und ausgerechnet er will nun beim ZTV ein neuartiges Lernökosystem aufbauen!
00:02:41: Darüber reden wir heute.
00:02:42: Daniel, schön bist du da!
00:02:44: Danke Ivo.
00:02:45: ich freue mich sehr auf dieses Gespräch gerade weil das ZTV für mich Tradition und Zukunft aber eine spannende Weise verbindet Und ich bin vor allem gespannt, wie weit wir heute beim Thema The Future ist ein Allok kommen.
00:02:58: Zu Beginn Daniel frage ich meine Gäste ja immer – erzähl uns etwas aus deinem Leben!
00:03:04: Ich möchte von dir hören was war die Erfahrung, die dich vom Wissenschaftler zum Bildungsmanager gemacht hat?
00:03:11: Eigentlich war es weniger ein einzelner Moment als eine Linie in einem Leben.
00:03:16: Ich bin als Wissenschaftler gestartet und habe früh gelernt genau hinzuschauen zuzuhören und vor allem vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen.
00:03:26: Parallel dazu war Jazz immer wichtig für mich, weil meines Studiums nahm ich Unterricht an der Schlis Jazz School in Bern und erarbeitete in einer Jazz-Agentur wo ich Musiker wie Dave Rubach, Ray Brown oder Michelle Petrucciani erleben durfte.
00:03:39: Dort habe ich gesehen dass hohe Professionalität und Improvisation kein Widerspruch sind.
00:03:47: Man braucht ein gemeinsames Fundament hört einander zu und übernimmt situativ Führung.
00:03:53: Und genau diese Verbindung von Lernen- bzw.
00:03:55: Führungsorganisationen hat mich schliesslich in das Bildungsmanagement
00:03:59: geführt.".
00:04:00: Du sagst, situativ die Führungen übernehmen?
00:04:02: Im Februar von diesem Jahr hast du einen Bildungsinstitut mit fast fünfzig Jahren Geschichte übernommen.
00:04:08: Fritz Haselbeck hat es neunzehnachtensiebzig gegründet und bis zweitausendundelf als Alleineigentümer geführt!
00:04:14: Was hast du
00:04:15: vorgefunden?!
00:04:16: als du das erste Mal durch diese Tür gegangen bist.
00:04:19: Was davon trägt dich und was musst du jetzt zuerst abräumen?
00:04:24: Ich habe ja zuerst einmal sehr viel Substanz vorgefunden, eine starke Marke ein tolles Team jahrzehntelange Erfahrung, ein außergewöhnliches Netzwerk von Referierenden uns Last but not least eine klare Positionierung in der Managementarbeiterbildung.
00:04:42: Das trägt Gleichzeitig, wo ich sorgiger bin darf Gesichter nicht zum Museum werden.
00:04:48: Meine Aufgabe ist es deshalb nicht möglichst viel abzuräumen sondern insbesondere zu prüfen was zum Kern des ZDFU Stich der eigentlichen DNA gehört und was wir für die nächsten Jahre neu verbinden müssen.
00:05:03: Mich interessiert besonders wie aus einzelnen hervorragenden Veranstaltungen ein Learn-Ökosystem entsteht in dem Beziehung Transfer und Kontinierungsaufbau stärker werden.
00:05:14: Ab sind den ersten Wochen irgendeinen Moment bei dir, bei dem dir klar wurde das hier ist größer.
00:05:20: Das hier ist schwieriger als ich dachte.
00:05:23: Ja und zwar weniger wegen eines einzelnen Problems als wegen der Dichte des gesamten Systems.
00:05:29: Man übernimmt nicht nur ein Programmportfolio sondern Beziehung zu Teilnehmenden Unternehmen Referierenden Eigentümern und langjährigen Weggefährten.
00:05:38: Sehr schnell wurde mir klar jede Veränderung berührt mehrere Teile des Systems gleichzeitig.
00:05:44: Genau deshalb möchte ich nicht mit einem großen Reorganisationsplan starten, sondern mit Zuhören, Beobachten und dem Aufbau von Vertrauen.
00:05:53: Du beschreibst uns hier eine Art Mobilee – eine Bildungs-Organisation.
00:05:58: Wir wollen heute hier austauschen über ein modernes Lernökosystem.
00:06:03: Bei dir steht ganz oben im LinkedIn Profil.
00:06:05: Ich habe das Eingang gesagt The Future is Analogue.
00:06:08: Für einen CEO der Digitalisierung und Plattformökonomie im Lebenslauf stehen hat, ist das eine steile Ansage.
00:06:16: Warum genau lassen sich analoge Signale nicht kopieren?
00:06:39: Das sind sogenannte Ones-Signals, die sich nicht einfach reproduzieren lassen.
00:06:44: Deshalb bedeutet der Future als Analog für mich nicht gegen digital – im Gegenteil!
00:06:50: Je leistungsfähiger digitale Systeme und KI werden, desto wertvoller wird das was nur in menschlichen Mittammeneinander
00:06:58: entsteht.".
00:06:59: Und wenn jetzt die Leute im Seminarraum sitzen?
00:07:03: Wenn die Leute an einer Weiterbildung beim ZFU teilnehmen, woran merkst
00:07:08: du?!
00:07:08: Ob dieses nicht kopierbare, gerade dort im Seminarraum entsteht oder ob einfach nur ein Programm abläuft.
00:07:15: Als Musiker merke es insbesondere daran, ob Resonanz entsteht.
00:07:20: Stellen die Teilnehmenden echte Fragen?
00:07:22: Wie sprechen sie?
00:07:23: Bringen Sie eigene Erfahrungen mit!
00:07:25: Verändert sich die Energie im Raum weil plötzlich nicht nur der Referenz sendet sondern Menschen gemeinsam miteinander denken?
00:07:33: Wenn ein Programm einfach sauber abgespult wird kann das fachlicher Vorragend sein.
00:07:38: Aber lernen, das eigentliche Lernen berühmt für mich dort wo Wissen in einen persönlichen und preruflichen Kontext übersetzt wird.
00:07:46: Ich habe mich zur Vorbereitung auf eurer Webseite umgeschaut.
00:07:50: ich habe auch einige Eure Unterlagen gelesen.
00:07:53: ich sehe dort immer wieder das gleiche Versprechen unabhängig und dogmatisch praxisorientiert.
00:08:00: dieser Dreiklang ist Jahrzehnte alt.
00:08:03: welche der drei Begriffe hat
00:08:10: für mich alle drei Begriffe?
00:08:12: weiterhin Substanz, wenn wir sie als Verpflichtung verstehen und nicht als Werbeform.
00:08:18: Für mich ist Praxisorientiert besonders wichtig weil Wissen heute nahezu unbegrenzt verfügbar sind.
00:08:25: Entscheidend ist was Menschen daraus machen.
00:08:28: Zweitens heißt und dogmatisch für mich unterschiedliche Denkmodelle nebeneinander auszuhalten die nicht aus reine meinetschen Lehre zu verkaufen.
00:08:38: Kliessig bedeutet unabhängig für mich, dass wir den Nutzen für die Führungspraxis ins Zentrum stellen.
00:08:46: Wenn eine der Begriffe zur Lehrenformel wird dann nur dort wo wir in nicht konsequent im konkreten Lernerleben ist beweisen.
00:08:52: Mich erinnert es ein bisschen so an diesen Bucca-Begriff der erst seit zehn zwölf, dreizehn Jahren zirkuliert, Mucca World für Volatil und sicher komplexen Ambiguous eben diese Mehrdeutigkeit aushalten dürfen.
00:09:06: Und ich bin neugierig von dir zu hören.
00:09:09: wenn du jetzt zu diesen drei Begriffen noch einen zusätzlichen setzen könntest welcher wäre das?
00:09:14: Ich würde beziehungsorientiert oder vielleicht noch stärker wirksam ergänzen denn am Ende zählt nicht wie viel Inhalt ihr vermitteln sondern ob Menschen bessere Entscheidungen treffen, anders handeln und ihre Organisation weiterbringen.
00:09:29: Und Wirkung entsteht sehr häufig über die Qualität der Beziehung und des
00:09:33: Austauschs.".
00:09:35: Ihr habt beim ZFU immer wieder auf Austausch gesetzt – auf Begegnungen mit charismatischen und führenden Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Disziplinen?
00:09:46: Und ich sage es mal kritisch!
00:09:48: Die Arzinte lang von geliehener Autorität gelebt.
00:09:52: Die großen Namen kamen, sie sprachen und gingen auch wieder.
00:09:56: Trägt dieses Modell heute noch?
00:09:58: Wenn dieselben Denkfiguren praktisch in jedem Newsfeed auftauchen oder über einen Chatbot abrufbar sind?
00:10:06: Großen Namen bleibt meine Einschätzung nach erweitern wertvoll aber nicht mehr primär weil sie exklusiven Zugang zu Wissen besitzen da Wissen überall verglückbar ist.
00:10:15: Der Mehrwert entsteht dabei, wenn eine herausragende Persönlichkeit im Seminar oder im Raum Kontext verschafft, Erfahrungen teilt, Widerspruch zulässt und mit den Teilnehmen in einen echten Dialog
00:10:29: tritt.".
00:10:29: Das ZFU der Zukunft darf für mich deshalb nicht nur eine Bühne sein auf die jemand für einen Tag auftritt – es sollte zu einem Ort wedeln, in dem Expertise Praxis- und Beziehung über eine längere Zeit miteinander verbunden werden!
00:10:43: Es ist nicht relevant, wer spricht zu welchem Thema auf der Bühne steht.
00:10:48: Sondern wer sitzt mit mir gemeinsam im Raum?
00:10:50: Was können wir gemeinsam
00:10:51: entwickeln?".
00:11:13: sondern durch Elevanz und Beziehung.
00:11:16: Eine Referentin oder ein Referent am ZTV muss erleben, dass das ZTV mehr ist als ein reiner Vertriebskanal nämlich ein kuratiertes Wetzwerk mit interessierten Teilnehmen anderen starken Persönlichkeiten und Unternehmen aus dem auch für sie oder in neue Fragen- und Lernchancen entstehen können.
00:11:35: Ein gutes Ökosystem funktioniert nicht über zwang Sondern weil die Beteiligten ihren persönlichen eigenen Mehrwert darin erkennen.
00:11:43: Lass uns hier ein Moment in die Tiefe gehen.
00:11:45: Du willst aus einem neuartiges Lern-Ökosystem aufbauen?
00:11:49: Beschreib es bitte so, dass eine Personalentwicklung sofort den Unterschied zu einer Lernplattform mit Community Funktionen kennt!
00:12:13: Welchen Beitrag leistet diese Person oder Organisation?
00:12:17: Was bekommt sie zurück und wie bleibt die Verbindung über den einzelnen Seminartag hinaus lebendig.
00:12:24: Digital kann dieses System hervorragend unterstützen, etwa bei Vorbereitung, Vertiefung oder Vernetzung.
00:12:30: aber der Kern ist und bleibt die Qualität der Interaktion zwischen teilnehmenden, referierenden Unternehmen und dem ZFU Und diese Kernfunktionen sind analog.
00:12:42: Ja, wer gehört denn jetzt definitiv dazu?
00:12:45: Sind das nur die Teilnehmenden und die Referierenden oder auch die entsendenden Unternehmen?
00:12:50: Unbedingt auch die Unternehmen.
00:12:52: Denn wenn wir vom Wissen zum Können kommen wollen endet Lernen nicht an der Seminartum.
00:12:57: Ich sage immer am Tag nach dem Seminar fängt der Transfer an.
00:13:03: In den Organisationen wird er Kontext geschaffen indem eine Geführungskraft des gelernte Anwändens reflektieren und weiterentwickelt muss.
00:13:12: Deshalb sich die Teilnehmenden Dialomene referieren und Unternehmen, Partner und unser eigenes Team aus Teile eines Gesamtsystems mit unterschiedlichen Rollen aber einen gemeinsamen Interesse an wirksamer Entwicklung.
00:13:26: Lass uns hier mal euer Lernverständnis ein bisschen genauer anschauen!
00:13:30: Ich denke immer ein Böckosystem braucht?
00:13:33: ein Lernverständnis, sonst bleibt es einfach ein Sortiment eine Auswahl.
00:13:37: Ein Angebot!
00:13:38: Du hast ja mit Edgar Schein gearbeitet einem der großen Leuchttürme der Organisationspsychologie des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:13:45: du spielst Jazz.
00:13:46: das sind ja beides Modelle für Lernen die ohne fixen Lehrplan auskommen.
00:13:52: Worauf baust du und wie verbindet sich das mit eurem Anspruch undokmatisch zu bleiben?
00:13:58: Von Edgar Schein habe ich insbesondere die Haltung des Humble-Enquiry übernommen.
00:14:03: Nicht vorschläge die Antwort liefern, sondern mit echter Neugier der Fragen und Beziehungen aufbauen in denen man auch nicht wissen zulassen kann.
00:14:12: Der Jazz ergänzt das ebenfalls sehr gut – eine gute Kombo hat eine Struktur.
00:14:17: aber innerhalb dieser Strukturen wird aufmerksam zugehört reagiert und die Führung wechselt situativ.
00:14:23: Undagmatisch zu sein heißt für mich deshalb nicht ohne Fundament zu arbeiten!
00:14:28: Vielmehr heißt es, das Fundament ernst zu nehmen und trotzdem offen zu bleiben für das was im konkreten Moment entsteht.
00:14:36: Ja du sagst eine gute Kombo arbeitet natürlich mit einer grundlegenden Struktur.
00:14:40: ich glaube im Jazz Grundsätzlich Impromissation braucht ein stabiles Fundament aus Übung.
00:14:48: Gibt's beim ZFU irgendwelche Tonleitern?
00:14:51: Sag' ich mal Tonleiten die wichtig sind und auch eingeübt werden müssen.
00:14:55: Nun, metaphorisch übertragen sind die Turmleitern das solide Fachwissen.
00:15:00: Die Fähigkeit zur Reflexion und vor allem das Handwerk des Führers zuhören, Fragen entscheiden, kommunizieren Verantwortung übernehmen und insbesondere auch mit Unsicherheit umgehen können.
00:15:16: Dazu kommt die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu überprüfen denn erst wenn diese Grundlagen sitzen wird gute Improvisation möglich in Chess eigentlich genauso wie in der Führungssituation.
00:15:27: Du hast vorhin für den Lernerfolg angesprochen, das Wissen ist natürlich wichtig, dass können... Mich erinnert das immer an Andreas Schubiger!
00:15:35: Er hat dir das Buch Lehren und Lernen publiziert und er hat zwar einen Dreiklang entwickelt, Wissen mal Können Mal wollen und er braucht es für die Beschreibung des Lernens Erfolgs.
00:15:46: Im Prinzip skitiert es ja einfach das alte Problem der Weiterbildung, natürlich braucht es das Wissen dass die Teilnehmenden bereits mitbringen oder sich in dieser Weiterbindung aneignen müssen.
00:15:58: Das Ziel ist letztendlich das Können an ihrem Arbeitsort in der Praxis und dazu braucht es viele und vor allem vielfältige Anwendungsmöglichkeiten Übungsmöglichkeiten.
00:16:09: bei Schubiger Gibt es aber noch einen interessanten Einschub oder eine Art Reservation?
00:16:15: Er sagt, das braucht auch noch das Wollende Lernenden.
00:16:18: Damit sich Lernerfolg beispielsweise in verändertem Verhalten in der Praxis zeigt.
00:16:24: Hier möchte ich von dir hören Daniel!
00:16:26: Wie wollt ihr beim ZTV künftig messen ob bei einer Teilnehmern und einem Teilnehmer tatsächlich Können entstanden ist und nicht bloß zu Friedenheit abgebildet auf einem Feedbackbogen?
00:16:37: Der erste Schritt.
00:16:39: für mich ist ganz klar, dass wir zu Friedenheit nicht mit Wirkung verwechseln.
00:16:46: Ein gutes Feedback direkt nach einem Seminar sagt doch wenig darüber aus ob sich später wirklich etwas verändert.
00:16:53: Insbesondere wissen wir stärker auf Transferschauern was wird tatsächlich angewendet?
00:16:58: welche Entscheidungen oder Verhaltensweisen verändern sich?
00:17:02: Welche Erfahrungen werden nach einigen Wochen reflektiert können?
00:17:06: entsteht durch Anwendung Refektion Fehler, Perspektivenaustauschen und gemeinsames Entwickeln von Lösungen.
00:17:13: Genau dort sollten wir künftig stärker hinschauen.
00:17:15: Und vielleicht als Ergänzung aus vierten Punkt.
00:17:18: Wir dürfen auch das dürfen nicht vergessen wenn ich etwas lerne dass nachher nicht im beruflichen Kontext anwenden kann dann lerne ich auf halbe weil ich es nicht anwänden darf und das ist eigentlich Energieverschwendung vom Feinsten in der Bildung.
00:17:34: also das dürfen muss immer auch aus vierter Faktor berücksichtigt werden.
00:17:38: Das ist ja eine schöne Ergänzung.
00:17:41: Wir können also die Formel von einer Drehschubiger quasi erweitern, wissen wir, können man wollen aber dann auch im Praxisumfeld, in Betrieb das dürfen ermöglichen.
00:17:51: Aber ich spiele dir jetzt trotzdem eine kritische Frage zu was passiert wenn die Messungen zeigen dass ein gut verkauftes Seminar die Leute waren zufrieden?
00:18:01: Trotzdem keine Wirkung zeigt!
00:18:03: Da müssen wir das sehr ernst nehmen.
00:18:05: Dein Lernerkosystem ist nur dann glaubwürdig wenn es selbst auch lernfähig ist und lernen kann.
00:18:11: Wenn ein Angebot gut verkauft wird, aber wenig Transfer erzeugt, müssen wir Inhaltformatreferierende oder Anschlussmöglichkeiten gezielt hinterfragen.
00:18:22: Wirtschaftlicher Erfolg für uns ist wichtig, aber langfristig entsteht da nur, wenn die Teilnehmenden ununternehmen einen echten Nutzen in der Zusammenarbeit mit dem ZTV erleben.
00:18:34: Typische Teilnehmer bei euch in den angebotenden Seminaren werfen, ich stelle mir vor deine Zielgruppe sitzt weit oben im C Level und hat vielleicht die knappste Zeit dem ganzen Bildungsmarkt.
00:18:46: Zwei vollständige Seminartage sind für diese Menschen vielleicht bereits eine Zumutung?
00:18:52: Wie zerlegst du Lernen in kleinere Einheiten ohne dass am Ende nur noch beliebige Häppchen übrig bleiben?
00:18:58: Also ich würde nicht einfach zwei Tage in zwanzig kleine Videos oder Amüsbus der Bildung zerlegen Denn entscheidend ist die Dramaturgie, Vorbereitung dort wo Wissen effizient individuell aufgebaut werden kann.
00:19:12: Präsenz dort wo Austausch, Übung, Reflexion und Beziehung den Unterschied machen Und danach kurze Transferenspulse Anwendungen und erneuter Austauschs.
00:19:23: Wie am ZSFUD kombinieren bereits heute Präsentseminare mit E-Learnings zu Vorbereitungen und Vertiefungen.
00:19:29: Der schneeste Schritt ist diese Elemente noch konsequenter als zusammenhängende Lernreise oder neue Deutsch-Learning-Journey zu denken und auszuformulieren.
00:19:40: Dieser Learning-JOURNEY, wie sieht das genauer aus?
00:19:42: Oder anders gefragt was muss zwingend im Präsenz stattfinden und was hat dort künftig nichts mehr verloren?
00:19:48: Mit der Musik zu sprechen.
00:19:50: in die Präsenssequenzen gehört genau das wo Resonanz entsteht Anspruchsvolle Diskussionen Übung Feedback Perspektiven wechseln Beziehung und auch die produktive Reibung zwischen erfahrenen Menschen.
00:20:05: Reine Informationsvermittlung muss nicht zwingend im Seminarraum stattfinden, dafür sind die digitalen Formate oft effizienter.
00:20:14: Aber Präsenz ist zu wertvoll um dort Folien vorzulesen, die man vorher hätte anschauen
00:20:19: können.".
00:20:20: Dichwort betreutes Lesen im Seminarrraum?
00:20:24: Ich überlege mir gerade Daniel so ein Lenokosystem entsteht ja nicht über Nacht!
00:20:28: Wen nimmst du dir Eigentümer?
00:20:30: bisherige Weggefährten, wie nimmst du Referentinnen und Referenten aller wichtigen Stakeholder auf diesen langfristigen Weg mit?
00:20:38: Ich glaube in dem ihr das Ökosystem nicht verordnen von oben Ballort oder Mufti sondern gemeinsam entwickeln.
00:20:46: Ich möchte zunächst verstehen was die unterschiedlichen Stakeholders am ZFU schätzen um was sie künftig auch brauchen aus meiner bisherigen Arbeit in der Organisationsentwicklung Bildung nämlich mit dass nachhaltige Veränderung über Beziehungen, Vertrauen und Beteiligungen entsteht.
00:21:04: Meine Zusammenarbeit mit Edgar Schein hat diese Haltung stark geprägt, gute Fragen stellen zuhören und das System nicht mit fertigen Antworten überfahren.
00:21:13: Zugleich tragt es eine klare Richtung damit aus Dialog schließlich auch Bewegung
00:21:18: entstehen.".
00:21:19: Das ZFU ist auch in Bewegung.
00:21:22: ganz am Anfang von unserem heutigen Gespräch habe ich ja gesagt, Was soll an diesem Tag gefeiert werden?
00:21:30: Die Geschichte oder der Bruch mit dieser Geschichte.
00:21:34: Woran soll ein Außenstehender in fünf Jahren erkennen, dass euer Ökosystem funktioniert?
00:21:41: Nun nie, weil ich hoffe wir feiern beides!
00:21:43: Aber nicht den Bruch um das Bruches willen.
00:21:47: Fünfzig Jahre Zeit der Fuß sind enormes Kapital.
00:21:51: Die entscheidende Frage aber ist wie wird diese DNA erfolgreich in die Zukunft übersetzen?
00:21:57: In fünf Jahren sollte man erkennen, dass Menschen nicht nur für ein einzelnes Seminoar zu uns kommen sondern Teil eines relevanten Netzwerkes bleiben.
00:22:07: Das reverieren der Stärke miteinander und mit der Praxis verbunden sind.
00:22:10: Und das unternehmen, dass ZTV nicht nur aus leinen Kataloganbieter Sondern als langfristigen Lernpartner erleben und in ihre Weitepilungsmaßnahmen integrieren.
00:22:25: In einem einzigen Satz über deine Zeit beim ZTV, was möchtest du dann lesen können?
00:22:32: Spannende Frage.
00:22:34: Vielleicht ihr habt die starke Geschichte des ZTV nicht konserviert sondern in ein lebendiges Lernökosystem übersetzt in dem Wissen zu können und Kontakte zu Beziehungen wurden.
00:22:48: Daniel willkommen.
00:22:48: langsam zum Abschluss vom heutigen Gespräch.
00:22:51: traditionell versuche ich immer in drei Punkte, wichtige Gedanken aus dem Dialog zusammenzufasten.
00:22:57: Ich schaue mal hier einen Moment auf meine Notizen.
00:23:00: Ich habe mir notiert erstens was sich nicht kopieren lässt wie beispielsweise der direkte Austausch.
00:23:06: du hast über die Bedeutung der Präsenz Tage der Präsentseminare gesprochen.
00:23:11: Was ich nicht kopiere lässt.
00:23:12: diese direkte austauscht das gemeinsame Leben ein Gefühl von Verbindung und Zusammenhalt.
00:23:18: es ist gut möglich dass das künftig zum eigentlichen Wert von Präsenz lernen wird.
00:23:25: Zweitens habe ich aufgeschrieben, der Aufbau von einem Lern-Ökosystem beginnt nicht bei der Technik sondern bei der Frage wer gehört dazu und wie lange und aus welchen Motiven oder Gründen.
00:23:36: diese Motive und Gründe sauber und genau zu erruhieren?
00:23:40: Ich stelle vor das ist eine Herausforderung aber gleichzeitig die Grundlage damit ein solches System nachhaltig wirken kann.
00:23:47: Wir haben über Andreas Schubiger Diese Formel wissen, mal können, mal wollen.
00:23:53: Du hast es noch ergänzt mit auch dürfen am Einsatz am Arbeitsort.
00:23:58: dieser Weg ist steinig und hindernisreich.
00:24:01: das Messen des Lernerfokus macht nur Sinn wenn man bereit ist unbequeme Ergebnisse anzuschauen und daran weiterzuarbeiten.
00:24:10: Daniel was meinst du zu meiner Zusammenfassung?
00:24:12: gibt's Ergänzungen von dir?
00:24:13: Ja ich würde vielleicht noch einen vierten Punkt ergänzen Ein Ökosystem lebt nicht von möglichst vielen Verbindungen, sondern von der Qualität dieser Verbindungennetzwerke.
00:24:26: Genau das ist hier auch mein Führungsverständnis – die Technologie kann uns helfen Informationen um Menschen zusammenzubringen.
00:24:33: aber Vertrauen, Sinn und Commitment entstehen zwischen den Menschen im interaktiven Yellow.
00:24:40: Darum ist für mich auch das Analoge kein nostalgischer Gegendentwurf zur Digitalisierung, sondern eine notwendige Ergänzung gerade in Zeiten KI und Substituierbarkeit.
00:24:51: Und ich sage immer last but not least – Vertrauen ist nicht digitalisierbar.
00:24:58: Interaktiver Dialog-Austausch?
00:25:00: Das ist ja immer wieder meine Schlussfrage am Ende der Podcastgespräche!
00:25:04: Daniel, wer mit dir Künftig weiterdenken will, wo findet man dich?
00:25:09: Wie kann man sich mit dir vernetzen?
00:25:11: Ganz einfach über das ZTV oder über LinkedIn.
00:25:15: Auf ztv.ch findet man unsere Programme und die Entwicklung des Hauses.
00:25:20: Meine persönlichen Gedanken zur Führung Organisationsentwicklung JAS und der past digitalen Welt sammle ich auf meinem Blog Daniel C. Schmid.com.
00:25:31: Und schließlich bin ich auf LinkedIn unter linkedin.com Daniel C. Schmied zu finden.
00:25:37: Wunderbar, Daniel!
00:25:38: Ich danke dir für die Zeit, die du dir für unser Gespräch genommen hast und ich wünsche dir und der ganzen Crew beim ZTV-Zentrum für Unternehmensführung weiterhin alles Gute!
00:25:48: Ganz herzlichen Dank, ich hab' zu danken liebe Lido.
00:25:50: Hab's freudig gemacht Und wenn unsere Gespräche dazu beizweigt weiter Bildung weniger als Rissenslieferungen und stärker aus gemeinsames Lernen zu verstehen dann haben wir schon viel erreicht.
00:26:01: Herzlichen Dank.
00:26:03: Wenn dir diese Podcastfolge gefallen hat Dann freue ich mich über ein Like und eine positive Bewertung auf Apple und Spotify.
00:26:11: Mehr Informationen zu mir und meiner Arbeit findest du auch www.educationbinderstrichmines.com Und auf linken den!
00:26:21: Alle Links findest Du immer auch in den Show-Notes.
00:26:26: Ich freu'e mich, Dich auch hier in der nächsten Episode wieder mit dabei zu haben Bis dann Dein Gastgeber Ibo Wirst.
Neuer Kommentar